Wir

Wir- das sind BO (Marlon Bösherz) und DJO (Josefine Henning). Seit drei Jahren erleben und erschaffen wir Kunst zusammen. 

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Josefine (DJO) Henning

Freiberufliche Künstlerin

Malerei, Zeichnung, Lyrik, Fotografie

Marlon (BO) Bösherz

Freiberuflicher Künstler

Lyrik, Musik, Performance, Zeichnung

Sie wollen meine Biografie?

Ich werde nur einen kleinen Schwenk erzählen, mich nur ein wenig erläutern. Aber es gibt doch den einen oder anderen Fakt, der vielleicht von Bedeutung sein könnte.

Meine Mutter ist Künstlerin. Mein Vater Psychologe.

Ich bin aufgewachsen in einem Haushalt der Kunst, Kultur und Literatur. Ohne Fernsehen ohne Handy. Begleitet hat mich in meiner Kindheit immer der Tod, der Verlust und die Krankheit. Aber auch bedingungslose Liebe, Hingabe und Freiheit.

Früh habe ich nach Möglichkeiten gesucht mich auszudrücken und sie in der Kunst, der Farbe, der Form und der Schrift gefunden.

Nach meiner Schullaufbahn, die ich auf Grund zu vieler Fehlzeiten nur mit Ach und Krach absolvierte, ging ich auf Reisen.

In Indien, Benin, Mexiko, Frankreich, Spanien, Italien und anderen Ländern habe ich andere Welten, andere Wahrheiten gefunden, die meinen Blick weit gemacht haben.

Die Welt begegnet mir in ihrer unerschütterlichen Kraft sowohl mit Trauer als auch mit Freude und beides spüre ich stark.

Die Frage nach der Welt und der Kunst kombiniert sich in meiner Arbeit mit meiner Person und verarbeitet sich in einer Vielfalt aus Malereien, Zeichnungen, Texten, Fotografien und Collagen.

So beobachte ich mich als Frau und als Künstlerin und setze mich in den gesellschaftlichen und kunstgeschichtlichen Kontext.

Eine schlaue Frau hat einmal gesagt: woman are born with pain build within. Es ist dieser Satz, der mich als Frau, als Künstlerin begleitet und prägt und mir Kraft und meiner Kunst Themen gibt.

Dabei spricht meine Kunst nicht nur von Schmerz, sondern macht ihn sich zu Nutze um anderen, auch fröhlichen Themen Tiefe zu verleihen.

Es ist ein Erfahrungsschatz aus dem ich schöpfe. Ich sammele die Momente der Berührbarkeit und Verletzlichkeit, verarbeite tief gefühltes, stark empfundenes. Es ist ein genaues Beobachten.

Dabei bleibe ich als Künstlerin in eben dieser beobachtenden Rolle, auch wenn ich mich selbst betrachte.

Aus Worten und Farben kreiert sich eine Sprache, die zu übersetzen sucht, was das Leben mir vor die Füße spuckt und manchmal versteckt.

Sie wollen meine Biographie,
wenn ich ein zweites Mal, mit dem Unterschiede, dieses Mal absolut in das weitere Erdgeschehen, in der einzigen horizontalen Ewigkeit, einzugreifen, dann können Sie erzählen, aus keiner reichen Familie komme ich.

Eine Familie der Lebenskünstler, der Improvisation, der sachlichen Armut und geistigen, wie körperlichen

Leidenschaft. Immer schon war ich Künstler in reinem Sinne. Doch oft unschlüssig wie das zu machen sei.

Ob auf der Theaterbühne, im Konzertsaal, am Skizzenbuch,

der Leinwand, tüftelnd, spielend oder gar nichts von alledem, nur liegend auf dem Bett, an die Decke starrend.

Also doch immer ein spielendes Kind, das den Reichtum der Individualität, der Erde und des Leids begriff ohne es zu begreifen.

Sucht und eventuell etwas finden wird.
Im Kampf gegen sich selbst, weil dort die Härte des Seins verlegen ist und wurde bald klar:

Es braucht nur den Frieden. Trotz der Todeserfahrungen und bleierner Schwere zu Weilen.
So geht es in der entstehenden Kunst, um die Erfahrung des Lebens.
Fortsetzung folgt andauernd.